04 · Screening & Due Diligence

Hinweise prüfen.
Entscheidungen besser absichern.

Manuelle OSINT-Prüfungen für konkrete Personal-, Compliance- und Geschäftssituationen – mit klarem Auftrag, dokumentierten Quellen und menschlicher Einordnung. Als buchbare Dienstleistung, nicht als automatisiertes Tool.

Manuelle RechercheQuellenbelegtMandatsbezogen

Entscheidungsklarheit

Keine Datensammlung auf Vorrat. Eine präzise Antwort auf eine legitime Frage.

Mandantenunterlage · Muster

Der Prüfrahmen vor dem ersten echten Fall.

Das 12-seitige Paket dokumentiert Auftrag, Erforderlichkeit, Rollenverteilung, Rechtsgrundlage, Transparenz, zulässige Quellen, Ausschlüsse, Löschung, TOMs und die DSFA-Schwelle. Eine Art.-14-Musterinformation ist enthalten.

Art. 6 DSGVO + § 26 BDSGArt. 14 & 28 DSGVOAGG-LeitplankenDSFA-Vorprüfung

Sicher zurücksenden: Keine Bewerber- oder Falldaten per normaler E-Mail. Vor dem Austausch wird ein geschützter Übermittlungsweg vereinbart.

Arbeitsmuster, keine pauschale Freigabe und kein Ersatz für die rechtliche Prüfung des Einzelfalls.

Sicherer Fallkanal

Vertrauliche Unterlagen gehören nicht in ein öffentliches Uploadfeld.

Die Website dient nur der ersten Anfrage. Personenbezogene Screening-Unterlagen werden erst nach Abstimmung von Umfang und Vertrag über einen gesondert vereinbarten, befristeten Auftragsraum oder einen zugriffsbeschränkten Proton-Drive-Fallordner ausgetauscht.

Art. 28 DSGVO vorbereitet. Das bereitgestellte Vertragsmuster ist für Proton-Drive-Fallordner ausgelegt. Falls ein anderer geschützter Übertragungsweg vereinbart wird, müssen Vertrag, technische Maßnahmen und Löschfristen vor dem ersten Datenaustausch dazu passend festgelegt werden.

  1. 01

    Auftrag begrenzen

    Zweck, Rechtsgrundlage, Rollen, Datenarten, Empfänger und Löschtermin werden schriftlich festgelegt.

  2. 02

    Zugang persönlich freigeben

    Für jeden Fall wird ein eigener Ordner mit benanntem Empfängerkreis und begrenzter Laufzeit eingerichtet.

  3. 03

    Getrennt übertragen

    Link und erforderliches Kennwort werden über getrennte Kommunikationswege übermittelt; normale E-Mail-Anhänge sind ausgeschlossen.

  4. 04

    Abschluss dokumentieren

    Schreibzugriff wird nach Eingang beendet, Ergebnisse werden geschützt übergeben und die Löschung wird nachvollziehbar bestätigt.

Anwendungsfälle

Prüftiefe folgt Risiko und Zweck.

Jeder Auftrag wird auf die tatsächlich relevante Fragestellung begrenzt. Ein standardisiertes Sammeln möglichst vieler Daten ist ausdrücklich nicht Teil der Leistung.

01

Pre-Employment Screening

Bewerberangaben vor einer Einstellung rollenbezogen plausibilisieren und potenzielle Integritäts-, Sicherheits- oder Reputationsrisiken frühzeitig einordnen.

Lebenslauf-Plausibilität · berufliche Stationen · öffentliches professionelles Auftreten
02

Employment Screening

Konkrete, dokumentierte Anlässe im laufenden Beschäftigungsverhältnis durch eine eng begrenzte Informationsrecherche unterstützen – ohne kontinuierliche Überwachung.

Anlassbezug · definierte Fragestellung · Verhältnismäßigkeit
03

Due Diligence | AML | KYC

Geschäftspartner, Kunden, Beteiligte oder Investoren aus offenen und offiziellen Quellen prüfen und relevante Verbindungen, Widersprüche oder Reputationshinweise sichtbar machen.

Unternehmensbezug · Beteiligungen · Adverse Media · Sanktionshinweise
04

Security Awareness

Eigene digitale Spuren und öffentlich sichtbare Angriffsflächen erkennen, ihre Nutzbarkeit für Social Engineering verstehen und konkrete Schutzmaßnahmen ableiten.

Digital Exposure · Angriffswege · priorisierte Maßnahmen
05

Interne Untersuchungen

HR-, Compliance- oder Sicherheitsfälle mit strukturierter, auf den konkreten Sachverhalt begrenzter Informationsrecherche und sauberer Quellendokumentation unterstützen.

Hypothesenprüfung · Quellenchronologie · belastbare Einordnung

Prüfprozess

Vom Auftrag zur belastbaren Einordnung.

Der Ablauf ist bewusst nachvollziehbar gestaltet. Auftraggeber wissen vor Beginn, was geprüft wird, was ausgeschlossen bleibt und wie Ergebnisse verwendet werden dürfen.

  1. 01

    Mandat klären

    Zweck, Entscheidungskontext, Rollenbezug und rechtliche Verantwortlichkeit werden vor Beginn festgelegt.

  2. 02

    Prüfrahmen definieren

    Nur erforderliche Kriterien, zulässige Quellen, Ausschlüsse, Löschfristen und Eskalationswege werden dokumentiert.

  3. 03

    Recherchieren & verifizieren

    Hinweise werden manuell erhoben, quellenkritisch geprüft und – wo möglich – durch unabhängige Signale bestätigt.

  4. 04

    Einordnen statt bewerten

    Fakten, Widersprüche, Unsicherheiten und Nicht-Feststellungen werden getrennt und nachvollziehbar dargestellt.

  5. 05

    Sicher übergeben

    Der Bericht wird adressatengerecht, zugriffsgeschützt und mit einem vereinbarten Lösch- und Rückfrageprozess bereitgestellt.

Ergebnis

Ein Bericht, der Rückfragen ermöglicht.

01

Executive Summary

Kompakte Einordnung der mandatsrelevanten Feststellungen und offenen Punkte.

02

Quellenmatrix

Fundstelle, Abrufzeitpunkt, Aussagekraft und Verifikationsstatus auf einen Blick.

03

Fakten & Unsicherheiten

Klare Trennung von belegten Tatsachen, plausiblen Hinweisen und nicht bestätigten Annahmen.

04

Rückfragepunkte

Konkrete Aspekte, die im Gespräch oder durch Originalnachweise geklärt werden sollten.

Leitplanken

Was bewusst nicht Teil der Leistung ist.

  • Kein automatisches Scoring und keine automatisierte Personalentscheidung
  • Keine Umgehung privater Profile, Zugangssperren oder technischer Schutzmaßnahmen
  • Keine anlasslose Dauerüberwachung von Beschäftigten oder Bewerbern
  • Keine Bewertung geschützter Merkmale oder privater Lebensführung
  • Keine Garantie, dass offene Quellen vollständig, aktuell oder fehlerfrei sind
  • Keine Rechtsberatung und kein Ersatz gesetzlicher KYC-/AML-Pflichten

FAQ

Vor einer Prüfung sollte das Wesentliche klar sein.

Weitere Fragen werden im vertraulichen Erstgespräch anhand des konkreten Anwendungsfalls geklärt.

Anwendungsfall besprechen
01Ist das ein automatisiertes Screening-Tool?

Nein. Die Prüfung ist eine persönlich durchgeführte, buchbare Dienstleistung. Es gibt keinen automatischen Risikoscore, keine Blackbox-Entscheidung und keine automatische Zu- oder Absage. Die Entscheidung und ihre rechtliche Verantwortung verbleiben vollständig beim Auftraggeber.

02Welche Quellen werden verwendet?

Je nach Auftrag werden öffentlich zugängliche Webseiten, berufliche Netzwerke, Medienarchive, Unternehmens- und Transparenzregister sowie weitere rechtmäßig nutzbare offene Quellen ausgewertet. Private Konten, Zugangssperren und Schutzmaßnahmen werden nicht umgangen. Jede relevante Fundstelle wird dokumentiert und auf Aktualität sowie Aussagekraft geprüft.

03Ist ein Background Check automatisch DSGVO-konform?

Nein. Auch öffentlich auffindbare Daten dürfen nicht beliebig verarbeitet werden. Zulässigkeit, Erforderlichkeit, Transparenz und Umfang hängen vom konkreten Zweck, der Rolle, der Rechtsgrundlage und dem Verhältnis der Beteiligten ab. Nach der aktuellen EuGH- und BAG-Rechtsprechung darf § 26 Abs. 1 BDSG zudem nicht schematisch als alleinige Rechtsgrundlage behandelt werden; die unmittelbar einschlägige Grundlage nach Art. 6 DSGVO ist gesondert zu prüfen. Deshalb beginnt jedes Mandat mit einem schriftlich begrenzten Prüfrahmen; die finale rechtliche Freigabe liegt beim Auftraggeber und seiner Datenschutz- oder Rechtsfunktion.

04Müssen Bewerber oder andere geprüfte Personen informiert werden?

In vielen Konstellationen bestehen Informationspflichten nach Art. 13 oder 14 DSGVO. Zeitpunkt, Inhalt und mögliche Ausnahmen sind im Einzelfall zu prüfen. Auf Wunsch wird der Auftraggeber bei einer verständlichen Prozessbeschreibung und einer passenden Informationsvorlage unterstützt; eine Rechtsberatung wird dadurch nicht ersetzt.

05Werden private Lebensbereiche oder geschützte Merkmale bewertet?

Nein. Politische Ansichten, Religion, Gesundheit, sexuelle Orientierung, Gewerkschaftszugehörigkeit und andere besonders geschützte Merkmale sind grundsätzlich nicht Gegenstand der Prüfung. Zufallsfunde werden ausgeblendet und nicht zur Entscheidungsgrundlage gemacht. Daten zu Straftaten und Verurteilungen werden nicht ohne eine gesondert geprüfte gesetzliche Grundlage verarbeitet.

06Ersetzt die Leistung eine gesetzliche AML- oder KYC-Prüfung?

Nein. OSINT kann Customer Due Diligence und Enhanced Due Diligence durch Quellenrecherche, Beteiligungsanalyse und Adverse-Media-Prüfung unterstützen. Vorgeschriebene Identifizierung, geldwäscherechtliche Risikoklassifizierung, Freigaben und Meldungen bleiben Aufgabe des jeweils Verpflichteten.

07Wie werden Ergebnisse übergeben und gelöscht?

Übermittlungsweg, Empfängerkreis, Aufbewahrung und Löschung werden vorab festgelegt. Berichte werden nicht öffentlich bereitgestellt. Arbeitsdaten werden nach Abschluss und Ablauf der vereinbarten Rückfragefrist gelöscht, soweit keine dokumentierte Pflicht oder Rechtsgrundlage für eine längere Aufbewahrung besteht.

08Wie schnell ist eine Prüfung möglich?

Das hängt von Fragestellung, Ländern, Namenshäufigkeit, Quellenlage und gewünschter Prüftiefe ab. Nach einem kurzen Scope-Call erhalten Sie ein individuelles Angebot mit belastbarem Zeitrahmen – statt einer pauschalen Sofortzusage.

Nächster Schritt

Eine konkrete Prüfung besprechen.

Im Erstgespräch klären wir Fragestellung, zulässigen Prüfrahmen, benötigte Quellen und das passende Ergebnisformat.

Screening unverbindlich anfragen